Förderprogramme für Gründung
Alle Zuschüsse, Kredite und Prämien rund um Gründung. Von der KfW über Landesbanken bis zu kommunalen Töpfen.
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Mittelstandsfonds Schleswig-Holstein (MSH)
Beteiligungen von 750.000 bis 2 Millionen Euro für etablierte mittelständische Unternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein oder mit Investitionen in der Region. Überwiegend handelt es sich um typisch stille Beteiligungen, teilweise auch um offene Beteiligungen. Management-Buy-Out und Management-Buy-In sind ausdrücklich förderfähige Anlaesse, womit der Fonds für Nachfolgelösungen infrage kommt. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre mit ratierlicher Rückzahlung ab Jahr sechs. Sanierungen und die blosse Ablösung bestehender Bankverbindlichkeiten sind ausgeschlossen.
InnoGrowth SH
Beteiligungskapital von bis zu 1,3 Millionen Euro je Investition für Start-ups mit innovativen Geschäftsmodellen sowie KMU und Mittelstaendler mit bis zu 75 Millionen Euro Konzernumsatz in Schleswig-Holstein. Angeboten werden stille Beteiligungen mit zehn Jahren Laufzeit und Rückzahlung ab Jahr sechs oder am Ende sowie offene Beteiligungen mit sieben Jahren Laufzeit. Die Vergütung ist erfolgsabhängig. Ausgeschlossen sind Unternehmen in Schwierigkeiten, Sanierungen und die Umschuldung bestehender Bankverbindlichkeiten. Das Programm ist bis zum 31.07.2027 befristet.
Unternehmensübernahme Plus Schleswig-Holstein
Beteiligungsprogramm für die Unternehmensnachfolge und Übernahmefinanzierung im schleswig-holsteinischen Mittelstand. Einzelne Beteiligungen betragen bis zu 3 Millionen Euro als offene oder stille Beteiligung. In Kombination mit bestehenden Programmen von IB.SH, MSH und MBG sind Beteiligungsfinanzierungen von insgesamt bis zu 6 Millionen Euro möglich. Das Programm adressiert höheren Eigenkapitalbedarf, den bisherige Mezzanine-Angebote nicht abgedeckt haben.
IB.SH Mittelstandskredit
Darlehen der IB.SH von 35.000 bis 300.000 Euro für Existenzgründungen, Übernahmen und Festigungsvorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen mit höchstens drei Gesellschaftern. Der Zins beträgt 5,80 Prozent pro Jahr für Gründungen und Übernahmen sowie 5,00 Prozent pro Jahr für Unternehmen ab drei Jahren Bestand, jeweils fest über die gesamte Laufzeit. Die Laufzeit beträgt je nach Verwendungszweck 5, 7, 10 oder 12 Jahre mit ein bis zwei tilgungsfreien Jahren. Sicherheiten sind nicht erforderlich.
IB.SH Mikrokredit
Darlehen der IB.SH von 3.000 bis 35.000 Euro für Gründung, Übernahme und Festigung innerhalb von fuenf Jahren nach Gründung. Der Zins liegt bei 5,80 Prozent pro Jahr, fest über die gesamte Laufzeit von sieben Jahren, die ersten zwölf Monate sind tilgungsfrei. Bis zum Ende des zweiten Geschäftsjahres muss die Selbständigkeit im Vollerwerb erreicht sein. Refinanzierungen bestehender Schulden sind ausgeschlossen. Je Vorhaben kann zweimal beantragt werden, ohne den Höchstbetrag zu überschreiten.
Meistergründungsprämie Schleswig-Holstein
Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister, die erstmals eine selbständige Vollexistenz im Handwerk aufbauen, erhalten in Schleswig-Holstein bis zu 10.000 Euro. Die erste Stufe umfasst 7.500 Euro bei Gründung oder Übernahme, die zweite Stufe weitere 2.500 Euro drei Jahre später, wenn ein Ausbildungs- oder Arbeitsplatz geschaffen und mindestens zwölf Monate besetzt wurde. Vor dem Antrag ist ein Beratungsgespraech mit der zuständigen Handwerkskammer Pflicht. Der Geschäftsbetrieb darf vor der Bewilligung nicht aufgenommen worden sein, massgeblich ist das Datum der Gewerbeanmeldung.
Gründungsstipendium Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein unterstützt Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen mit technologie- oder wissensbasierten Gründungsideen in der Pre-Seed-Phase durch monatliche Zahlungen, kostenfreie Arbeitsplätze und Mentoring. Teams können insgesamt bis zu 87.700 Euro erhalten. Der letzte Hochschulabschluss darf höchstens zehn Jahre zurückliegen, mindestens ein Bachelor ist erforderlich, Teams umfassen höchstens drei Personen. Bis zum Ende der Förderung müssen ein Unternehmen gegründet und ein Businessplan fertiggestellt sein. Das Land stellt bis 2027 insgesamt 4,6 Millionen Euro bereit.
InnoGrowth Niedersachsen
Beteiligungskapital und Wandeldarlehen für Start-ups und wachstumsorientierte KMU in Niedersachsen, vergeben über akkreditierte Intermediaere wie Beteiligungsgesellschaften, Business Angels und Family Offices. Die KfW übernimmt bis zu 60 Prozent des Finanzierungsvolumens unter vollständiger Haftungsfreistellung, NBank und Land tragen 10 Prozent, der Intermediaer mindestens 30 Prozent inklusive Haftung. Endbegünstigte sind Unternehmen mit innovativen ökologischen, digitalen oder sozialen Geschäftsmodellen und bis zu 75 Millionen Euro Konzernumsatz.
NBeteiligung
Beteiligungskapital der NBank für KMU der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz oder Betriebsstätte in Niedersachsen, unabhängig vom Unternehmensalter. Der Mindestbetrag liegt bei 250.000 Euro für Unternehmen, die weniger als fuenf Jahre aktiv sind, mit privatem Ko-Investor sind bis zu 2,5 Millionen Euro möglich. Finanziert werden Wachstum, wachstumsbedingter Liquiditätsbedarf, Investitionen und ausdrücklich auch Unternehmensnachfolgen. Nicht förderfähig sind UG, Limited, Einzelunternehmen und GbR.
NSeed
Beteiligungskapital der NBank für kleine, junge und innovative Unternehmen in Niedersachsen, in der Regel bis fuenf Jahre alt. Die Frühphasenfinanzierung liegt typischerweise zwischen 150.000 und 500.000 Euro, mit einem privaten Ko-Investor sind bis zu 2,5 Millionen Euro möglich. Angeboten werden stille Beteiligung ohne Einfluss auf die Geschäftsführung und offene Minderheitsbeteiligung mit angestrebtem Ausstieg nach sieben bis zehn Jahren. Nicht förderfähig sind UG, Limited, Einzelunternehmen und GbR.
Beteiligungskapital Sonderprogramm Handwerk NRW
Stille Beteiligung von 25.000 bis 250.000 Euro in Schritten von 25.000 Euro für Handwerksunternehmen in Nordrhein-Westfalen, abhängig vom vorhandenen Eigenkapital. Die Variante KBG Nachfolge Handwerk richtet sich ausdrücklich an Betriebsnachfolger und an Unternehmen, die ihre Nachfolge regeln wollen, und finanziert unter anderem den Unternehmenskaufpreis. Die Variante KBG Zukunft Handwerk setzt ein Mindestalter des Betriebs von drei Jahren voraus. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre, die Rückzahlung beginnt ab Jahr sechs in fuenf gleichen Jahresraten. Neugründungen sind nicht vorgesehen.
Bürgschaft ohne Bank (BoB) der Bürgschaftsbank NRW
Die Bürgschaftsbank NRW übernimmt für Existenzgründerinnen und Existenzgründer, KMU und Freiberufler Ausfallbürgschaften von bis zu 250.000 Euro und bis zu 80 Prozent des Kreditbetrags. Der Antrag wird direkt bei der Bürgschaftsbank gestellt, also ohne vorherige Zusage der Hausbank. Die Laufzeit beträgt bis zu 15 Jahre. Voraussetzung ist der Nachweis, dass sonstige Sicherheiten nicht oder nicht in ausreichendem Umfang vorhanden sind.
Beratungsprogramm Wirtschaft NRW (BPW)
Das Land NRW bezuschusst Beratungen für Existenzgründungen und Betriebsübernahmen mit 50 Prozent des Tagewerksatzes, höchstens 510 Euro je Beratertag. Bürgergeldempfänger erhalten bis zu 80 Prozent (maximal 816 Euro), bei Zirkelberatungen bis zu 90 Prozent (maximal 918 Euro). Gefördert werden je nach Vorhaben sechs bis acht Beratertage. Vor der Antragstellung ist ein Kontaktgespraech mit einer zugelassenen Anlaufstelle Pflicht, die Beratung muss vor der Gründung abgeschlossen sein.
Go-to-Market-Gutschein (Prototypenentwicklung von Start-ups)
Zuschuss des Landes NRW für die Entwicklung innovativer digitaler Produkte von der Geschäftsidee bis zum Prototyp. Gefördert werden 15.000 bis 35.000 Euro mit einer Förderquote von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Antragsberechtigt sind nicht boersennotierte Kleinstunternehmen, deren Gründung höchstens drei Jahre zurückliegt. Über zwölf Monate ist eine Begleitung durch einen qualifizierten Coach und Mentor erforderlich.
Gründerplattform
Die Gründerplattform ist ein von der KfW und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie initiiertes Online-Angebot für alle, die sich in Deutschland selbständig machen wollen, haupt- oder nebenberuflich, allein oder im Team. Angeboten werden ein Businessplan-Tool mit Konkurrenzanalyse und Finanzteil, ein Vertragsgenerator, ein Rechtsformfinder, ein Geschäftsmodell-Tool mit KI-Assistent, Expertensprechstunden, Online-Seminare und Communities. Dank öffentlicher Förderung ist das Angebot nahezu komplett kostenlos, nur weiterführende Zusatzangebote im Rahmen der Online-Trainings sind kostenpflichtig. Es handelt sich um ein Beratungs- und Unterstützungsangebot, nicht um eine Geldleistung.
Aufstiegs-BAFoeG mit Gründungserlass (AFBG)
Das Aufstiegs-BAFoeG fördert berufliche Fortbildungen wie den Meister mit bis zu 15.000 Euro für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, davon 50 Prozent als Zuschuss und der Rest als zinsguenstiges KfW-Darlehen. Materialkosten für das Meisterprüfungsprojekt werden bis zur Haelfte der notwendigen Kosten und höchstens 2.000 Euro gefördert. Bei Vollzeitmaßnahmen gibt es zusätzlich einen Unterhaltsbeitrag von bis zu 1.019 Euro monatlich für Alleinstehende, plus 235 Euro für Ehe- oder Lebenspartner und je Kind sowie 150 Euro monatlich Kinderbetreuungszuschlag, jeweils vollständig als Zuschuss. Für Gründer besonders relevant ist Paragraf 13b AFBG: Wer innerhalb von drei Jahren nach Maßnahmenende ein Unternehmen gründet oder übernimmt, die Fortbildungsprüfung bestanden hat und den Betrieb mindestens drei Jahre im Haupterwerb führt, dem wird das Restdarlehen vollständig erlassen.
GO-Bio next
GO-Bio next fördert die Entwicklung innovativer Forschungs- und Entwicklungsansaetze in den Lebenswissenschaften mit Kommerzialisierungspotenzial. In Phase 1 werden gründungsorientierte Forschungsteams an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen gefördert, in Phase 2 kleine technologieorientierte Unternehmen, die idealerweise aus Phase 1 hervorgegangen sind und eine privatwirtschaftliche Kofinanzierung durch Investoren nachweisen. Jede Phase dauert maximal drei Jahre, insgesamt sind bis zu sechs Jahre möglich. Die Förderbeträge werden individuell anhand der Projektinhalte kalkuliert, Pauschalsummen gibt es nicht. Agrar-, Lebensmittel- und Ernaehrungsforschung sind ausgeschlossen.
GO-Bio initial
GO-Bio initial fördert die Identifizierung und Entwicklung lebenswissenschaftlicher Forschungsansaetze in einer sehr frühen Phase mit erkennbarem Innovationspotenzial. In der Sondierungsphase werden bis zu 12 Monate und bis zu 100.000 Euro je Einzelvorhaben gefördert, um Verwertungskonzepte zu schaerfen und Marktanalysen durchzuführen. In der anschließenden Machbarkeitsphase sind bis zu 24 Monate und bis zu 500.000 Euro bei Einzelvorhaben beziehungsweise 1.000.000 Euro bei Verbundvorhaben möglich, Ziel ist der Proof of Principle. Schwerpunkte sind Therapeutika, Diagnostika, Plattformtechnologien und Forschungswerkzeuge, bioeokonomische Ideen sind ausgeschlossen.
Wachstumsfonds Deutschland
Der Wachstumsfonds Deutschland ist ein Venture-Capital-Dachfonds von KfW Capital mit einem Volumen von rund einer Milliarde Euro, der Kapital institutioneller privater Investoren mit öffentlichem Kapital buendelt. Investiert wird nicht direkt in Startups, sondern in ausgewählte Venture-Capital-Fonds in Deutschland und Europa, über die sich Startups und Scale-ups indirekt finanzieren. Der erste Wachstumsfonds ist nahezu vollständig investiert, der Nachfolger Wachstumsfonds II strebt ein vergleichbares Volumen an und kombiniert Fondsbeteiligungen mit Co-Investments.
WIN 400 (Deutschlandfonds)
Mit WIN 400 investiert KfW Capital bis zu 400 Millionen Euro bis 2029 in innovative Venture-Capital-Fonds. Pro Fonds sind bis zu 60 Millionen Euro und höchstens 19,9 Prozent des Fondsvolumens möglich, mindestens 50 Prozent des Fondsvolumens müssen von privaten Investoren kommen. Schwerpunkte sind Sicherheits- und Verteidigungstechnologien, DeepTech, Secondary-Fonds sowie Unternehmensnachfolge und Mittelstandstransformation. Direkte Anträge von Startups oder Wachstumsunternehmen sind nicht möglich, die Beteiligung erfolgt ausschließlich über qualifizierte Fonds.
Scale-up Direct (Deutschlandfonds)
Co-Investitionsprogramm von KfW Capital für wachstumsstarke Technologieunternehmen in spaeteren Finanzierungsrunden. Investiert wird üblicherweise ab der Series-B-Runde mit Tickets zwischen 10 und 50 Millionen Euro pro Startup, bis 2030 stehen rund eine Milliarde Euro zur Verfuegung. Die Investition erfolgt über ein Zweckvehikel, das der co-investierende Portfolio-Fondsmanager aufsetzt, KfW Capital beteiligt sich pari passu. Eine direkte Kontaktaufnahme von Startups mit KfW Capital ist ausdrücklich nicht möglich, der Zugang läuft nur über die Portfolio-Fondsmanager.
ERP-VC-Fondsinvestments
Über die ERP-VC-Fondsinvestments beteiligt sich KfW Capital mit Unterstützung des ERP-Sondervermögens an Venture-Capital- und Venture-Debt-Fonds, die ihrerseits in junge innovative technologieorientierte Unternehmen in Deutschland investieren. Das maximale KfW-Investment liegt bei 25 Millionen Euro pro Fonds, bei Spaetphasenfonds bei bis zu 50 Millionen Euro und kombiniert bei bis zu 75 Millionen Euro. KfW Capital haelt höchstens 19,99 Prozent der Kapital- und Stimmrechtsanteile. Startups können sich nicht direkt bewerben, sie profitieren indirekt über die Zielfonds.
Bürgschaften der Bürgschaftsbanken
Bürgschaftsbanken übernehmen Ausfallbürgschaften für Kredite von Gründerinnen, Gründern und mittelständischen Unternehmen, wenn die eigenen Sicherheiten für die Hausbank nicht ausreichen. Die Bürgschaften gelten als vollwertige Sicherheiten für alle Hausbanken. Der Verband Deutscher Bürgschaftsbanken vertritt 17 Bürgschaftsbanken und Beteiligungsgarantiegesellschaften sowie 15 Mittelständische Beteiligungsgesellschaften, die zusätzlich Beteiligungskapital als Ergänzung zum Bankkredit anbieten. Der Einstieg erfolgt über eine Online-Finanzierungsanfrage oder einen Bürgschaftsauftrag. Konkrete Höchstbeträge und Bürgschaftsquoten legt die jeweils zuständige Bürgschaftsbank des Bundeslandes fest.
German Accelerator
Der German Accelerator unterstützt deutsche Startups bei der internationalen Expansion. Angeboten werden die Programme Kickstart für Skalierung und Wachstum, Market Discovery zur Marktvalidierung und Market Access für die Markterschließung. Zielmaerkte sind die USA, Asien mit Suedostasien, Japan, Indien, Suedkorea und China, dazu Lateinamerika, Afrika und Europa. Die Teilnahme ist vollständig finanziert, es werden keine Unternehmensanteile genommen. Die Förderung besteht aus Mentoring, Netzwerkzugang, individueller Begleitung und Partnerrabatten, nicht aus einer Geldzahlung.
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