Der modulare Aufbau
Die Förderung setzt sich aus einem Grundfördersatz und mehreren Boni zusammen, die addiert werden. Für die Summe aller Anteile gilt ein Gesamtdeckel, und die förderfähigen Kosten sind je Wohneinheit begrenzt.
- Grundförderung für den Einbau einer förderfähigen Anlage, etwa Wärmepumpe, Biomasse, Solarthermie oder Anschluss an ein Wärmenetz
- Klimageschwindigkeits-Bonus für den frühen Austausch einer alten, noch funktionsfähigen fossilen Heizung
- Einkommens-Bonus für selbstnutzende Eigentümer unterhalb einer Einkommensgrenze
- Effizienz-Bonus für besonders effiziente Wärmepumpen, etwa mit natürlichem Kältemittel oder Erdreich als Quelle
- Zusätzlich gibt es einen ergänzenden Kredit, um den Eigenanteil zu finanzieren
Wer antragsberechtigt ist
Der Kreis wurde in Stufen geöffnet. Grundsätzlich können Eigentümer von Wohngebäuden beantragen, dazu Wohnungseigentümergemeinschaften, Vermieter, Unternehmen und Kommunen. Einzelne Boni sind dagegen eng zugeschnitten.
Der Einkommens-Bonus setzt voraus, dass du selbst im Gebäude wohnst und dass das zu versteuernde Haushaltseinkommen unter einer festgelegten Grenze liegt. Nachgewiesen wird das über Steuerbescheide zurückliegender Jahre. Für Vermieter kommt dieser Bonus nicht in Frage.
Der Ablauf Schritt für Schritt
Der Weg unterscheidet sich von älteren Programmen, weil ein Vertrag mit dem Fachunternehmen bereits vor dem Antrag vorliegen muss.
- Angebot einholen und mit dem Fachbetrieb einen Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender Bedingung schließen
- Bestätigung zum Antrag über den Fachbetrieb oder einen Energieeffizienz-Experten erstellen lassen
- Antrag im Zuschussportal stellen und die Zusage abwarten
- Anlage einbauen lassen, Rechnungen und Fachunternehmererklärung sammeln
- Verwendungsnachweis fristgerecht einreichen, danach wird ausgezahlt
Typische Stolpersteine
Diese Punkte kosten in der Praxis am häufigsten Geld.
- Vertrag ohne aufschiebende Bedingung unterschrieben, damit gilt das Vorhaben als begonnen
- Einkommensnachweis nicht rechtzeitig beschafft, der Bonus fällt weg
- Frist für den Verwendungsnachweis verpasst
- Erwartung, dass der Höchstsatz automatisch gilt, tatsächlich müssen alle Bonus-Voraussetzungen einzeln erfüllt sein
- Umfeldmaßnahmen wie Pufferspeicher, Heizkörpertausch oder hydraulischer Abgleich nicht mit beantragt
Was zusätzlich möglich ist
Neben der Heizung selbst werden Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle gefördert, etwa Dämmung und Fenster, sowie die Fachplanung und Baubegleitung. Kommunale Zuschüsse und Landesprogramme lassen sich in vielen Fällen ergänzend nutzen, solange nicht dieselben Kosten doppelt abgerechnet werden.
Weil sich Sätze und Deckel regelmäßig ändern, prüfe die aktuellen Zahlen immer direkt beim Fördergeber, bevor du kalkulierst.