Förderprogramme für Forschung
Alle Zuschüsse, Kredite und Prämien rund um Forschung. Von der KfW über Landesbanken bis zu kommunalen Töpfen.
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Innovationsfonds (Innovation Fund)
Der Innovationsfonds ist eines der weltweit größten Förderprogramme für die Demonstration innovativer emissionsarmer Technologien und läuft von 2020 bis 2030 mit einem geschaetzten Volumen von rund 40 Milliarden Euro. Finanziert wird er aus der Versteigerung von Zertifikaten im EU-Emissionshandel. Gefördert werden energieintensive Industrien, erneuerbare Energien, Energiespeicher, emissionsfreie Mobilität, Gebäude, Wasserstoff und CO2-Abscheidung. Neben klassischen Aufrufen für Vorschlaege gibt es Auktionen mit wettbewerblichem Gebotsverfahren, bislang wurden rund 15 Milliarden Euro an etwa 260 Projekte vergeben.
Innovationsförderprogramm für Forschung und Entwicklung in Unternehmen (IFP) Niedersachsen
Das IFP fördert Vorhaben der industriellen Forschung und experimentellen Entwicklung, bei denen durch eigenes Personal ein hoher Entwicklungsanteil geleistet wird. Ziel ist die Entwicklung neuer oder erheblich verbesserter, vermarktbarer Produkte, Produktionsverfahren oder Dienstleistungen. Darueber hinaus wird die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen oder wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen unterstützt. Anträge werden bei der NBank gestellt.
Innovationsförderung im Schiffbau (Innovativer Schiffbau)
Gefördert wird die industrielle Anwendung neuer oder wesentlich verbesserter Produkte und Verfahren im Schiffbau, die gegenüber dem Stand der Technik in der EU technisch neu sind und ein technisches oder industrielles Risiko tragen. Förderfähig sind Schiffbau, Schiffsreparatur und Schiffsumbau bei gewerblichen selbstfahrenden Schiffen und Offshore-Strukturen. Anträge gehen an das BAFA, Kontakt schiffbau@bafa.bund.de.
Innovationsförderung und AKIS-Beratung in der Thüringer Agrarwirtschaft
Das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum wickelt neben der Imkerei- und Tierzuchtförderung auch die Innovationsförderung und das landwirtschaftliche Wissens- und Innovationssystem AKIS ab. Gefördert werden Kooperationsvorhaben zwischen Praxis, Beratung und Forschung sowie der Wissenstransfer in die Betriebe. Anträge laufen über das Antragsportal PORTIA der Thüringer Agrarverwaltung. Weitere Förderbereiche des Amtes sind Agrarorganisationen, Erzeugerorganisationen für Obst und Gemuese, das EU-Schulprogramm und die Absatzförderung.
Innovationsgutschein Bayern
Der Innovationsgutschein Bayern richtet sich an kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe, die externe Unterstützung für Innovationsvorhaben in Anspruch nehmen. Damit soll der Zugang zu Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen erleichtert werden. Das Programm ergänzt die größeren bayerischen Technologieförderprogramme. Die genauen Förderhöhen und Gutscheinvarianten sind beim Staatsministerium zu erfragen.
Innovationsgutscheine Baden-Württemberg
Baden-Württemberg bietet mehrere Innovationsgutscheine für kleine und mittlere Unternehmen. Der Innovationsgutschein BW unterstützt wissenschaftliche Tätigkeiten, die vor der eigentlichen Entwicklung eines innovativen Vorhabens stattfinden. Der Innovationsgutschein Start-up BW richtet sich an junge Unternehmen, die wissenschaftliche Arbeiten durchführen und besonders fortschrittliche Ideen in zukunftsweisenden Bereichen entwickeln. Der Innovationsgutschein Hightech BW unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei wissenschaftlichen Arbeiten und der Umsetzung entsprechender Projekte.
Innovationsgutscheine Niedersachsen
Ziel der niedersächsischen Innovationsgutscheine ist es, kleinen und mittleren Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft den Zugang zu Forschungsinfrastruktur zu ermöglichen. Damit soll die Entwicklung verbesserter oder neuer Produkte, Produktionsverfahren oder Dienstleistungen vorangetrieben werden. Ergänzend gibt es das niedrigschwellige Innovationsförderprogramm nIFP für kleinere Vorhaben in KMU und Handwerk. Anträge laufen über die NBank.
Innovationspersonal in KMU im Saarland
Das Programm unterstützt Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen im Saarland bei der Neueinstellung von qualifiziertem Innovationspersonal. Dieses soll wissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden in das Unternehmen einbringen und den Innovationsprozess in technologischer Hinsicht voranbringen. Die Bekanntmachung stammt vom 19. Maerz 2025, das Programm läuft bis zum 31. Dezember 2029.
Innovative Hochschule
Bund-Länder-Initiative zur Förderung des forschungsbasierten Ideen-, Wissens- und Technologietransfers als dritte Aufgabe der Hochschulen neben Forschung und Lehre. Unterstützt werden insbesondere kleine und mittlere Universitäten sowie Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen beim strategischen Auf- und Ausbau der Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Gesellschaft.
Interreg Alpenraum (Alpine Space)
Interreg Alpenraum fördert die transnationale Zusammenarbeit im Alpenraum mit Beteiligung von Oesterreich, Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Slowenien und der Schweiz. Die vier Prioritäten sind ein klimaresilienter und grüner Alpenraum, ein klimaneutraler und ressourcenschonender Alpenraum, Innovation und Digitalisierung sowie eine kooperativ gesteuerte Regionalentwicklung. Die Projektauswahl läuft in einem zweistufigen Verfahren nach jährlichen Aufrufen. Das gemeinsame Sekretariat sitzt in Salzburg.
Interreg Bayern-Oesterreich
Interreg Bayern-Oesterreich fördert die grenzueberschreitende Zusammenarbeit zwischen bayerischen und oesterreichischen Regionen. Gefördert werden Vorhaben in Forschung und Innovation, Umwelt und Klimaanpassung, Tourismus und Kultur sowie in der institutionellen Zusammenarbeit über die Grenze. Antragsteller sind Kommunen, Hochschulen, Verbände und Unternehmen, die gemeinsam mit einem Partner auf der jeweils anderen Seite der Grenze arbeiten. Zusätzlich gibt es einen Kleinprojektefonds für Begegnungsvorhaben.
Interreg Deutschland-Nederland
Interreg Deutschland-Nederland fördert die grenzueberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Niederlanden und den angrenzenden Regionen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Gefördert werden gemeinsame Vorhaben in Innovation und Technologietransfer, Nachhaltigkeit und Energie, Arbeitsmarkt und Bildung sowie Begegnung und Zusammenarbeit von Bürgern und Institutionen. Die Förderung setzt eine Partnerschaft mit mindestens einem Partner auf jeder Seite der Grenze voraus. Die Antragstellung läuft über das gemeinsame Programmsekretariat und die regionalen Programmmanagements.
Interreg Donauraum (Danube Region)
Interreg Donauraum verbindet Regionen entlang der Donau von Deutschland bis zum Schwarzen Meer und bezieht auch Nicht-EU-Staaten ein. Aus Deutschland nehmen Bayern und Baden-Württemberg teil. Themen sind unter anderem Innovation, Umwelt- und Wasserschutz, Klimaanpassung, nachhaltige Mobilität und institutionelle Zusammenarbeit. Gefördert werden transnationale Projekte von Behörden, Forschungseinrichtungen, Verbänden und Unternehmen.
Interreg Mitteleuropa (Central Europe)
Interreg Mitteleuropa fördert die transnationale Zusammenarbeit im mitteleuropäischen Raum, an dem mehrere deutsche Bundesländer beteiligt sind. Im Mittelpunkt stehen Innovation und Wissenstransfer, Klimaanpassung und Umwelt, Mobilität sowie eine bessere Governance der Zusammenarbeit. Gefördert werden gemeinsame Pilotvorhaben, Strategien und Werkzeuge, die von den Partnerregionen übernommen werden können. Antragsteller sind öffentliche Stellen, Forschungseinrichtungen, Verbände und Unternehmen aus dem Programmgebiet.
Interreg Nordseeraum (North Sea Region)
Interreg Nordseeraum fördert die transnationale Zusammenarbeit der Anrainerregionen der Nordsee, an der aus Deutschland vor allem die norddeutschen Länder beteiligt sind. Themen sind robuste und intelligente Wirtschaftsstrukturen, grüne Energie und Kreislaufwirtschaft, Klimaanpassung an den Kuesten sowie eine bessere Governance der Zusammenarbeit. Gefördert werden gemeinsame Projekte von Behörden, Hochschulen, Verbänden und Unternehmen. Die Aufrufe werden vom gemeinsamen Sekretariat veröffentlicht.
Interreg Nordwesteuropa (North-West Europe)
Interreg Nordwesteuropa fördert transnationale Projekte in einem Raum, der von Irland über die Benelux-Staaten und Frankreich bis nach West- und Sueddeutschland reicht. Schwerpunkte sind Klimaanpassung, Energiewende, Kreislaufwirtschaft, Innovation und inklusive Gesellschaften. Gefördert werden Vorhaben, die konkrete Lösungen entwickeln und in mehreren Regionen erproben. Antragsberechtigt sind öffentliche Stellen, Forschungseinrichtungen, Verbände und Unternehmen aus dem Programmgebiet.
Interreg Oberrhein
Interreg Oberrhein ist das grenzueberschreitende Programm für den Oberrheinraum und wird aus dem EFRE kofinanziert. Programmpartner sind die Region Grand Est in Frankreich, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie die Schweizer Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Solothurn. Gefördert werden gemeinsame Projekte, die die Zusammenarbeit über die Grenze stärken, etwa in Forschung, Wirtschaft, Umwelt, Bildung und Bürgerbegegnung. Anträge stellen deutsche, franzoesische und schweizerische Partner gemeinsam.
Interreg Oberrhein 2021 bis 2027 (grenzüberschreitende Zusammenarbeit)
Interreg Oberrhein fördert grenzüberschreitende Projekte in der Region zwischen der französischen Region Grand Est, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und den Schweizer Kantonen (unter anderem Basel-Stadt und Solothurn). Das Programm wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Projektaufrufe erfolgen zeitlich gestaffelt, zum Beispiel der Aufruf Wissenschaftsoffensive.
Interreg Ostseeraum (Baltic Sea Region)
Interreg Ostseeraum verbindet acht EU-Mitgliedstaaten, darunter Deutschland mit sieben Bundesländern, sowie Norwegen mit neun Regionen. Das Programmgebiet umfasst rund 2,9 Millionen Quadratkilometer und 80 Millionen Einwohner. Die vier Prioritäten sind innovative Gesellschaften, wassersensible Gesellschaften, klimaneutrale Gesellschaften und Kooperationsgovernance. Gefördert werden transnationale Projekte von Behörden, Forschungseinrichtungen, Verbänden und Unternehmen rund um die Ostsee.
Junge Innovatoren
Förderung von Gründungsvorbereitungen aus Hochschulen, aussseruniversitaeren Forschungseinrichtungen und Akademien in Baden-Württemberg. Gefördert werden Vorhaben, die auf einer eigenen Erfindung, selbst entwickelter Software oder eigenem technologischem Know-how beruhen. Die Einreichfrist der 45. Fördertranche lief am 05.05.2026 ab, die nächste Tranche wird für Anfang 2027 erwartet, das Programm wird derzeit evaluiert. Die Antragstellung erfolgt mit dem offiziellen Formular nach der jeweils gültigen Förderrichtlinie. Konkrete Förderbeträge nennt die Programmseite nicht.
Just Transition Fund (JTF) - Fonds für einen gerechten Übergang
Der Just Transition Fund unterstützt die Regionen, die am stärksten vom Übergang zur Klimaneutralität betroffen sind. Er ist Teil des Mechanismus für einen gerechten Übergang im Rahmen des European Green Deal. In Deutschland fördert der JTF vor allem die Braunkohleregionen, die Umsetzung läuft über die Programme der Bundesländer.
Just Transition Fund Brandenburg (Lausitz und Uckermark)
Für die Förderperiode 2021 bis 2027 stehen in Brandenburg rund 786 Millionen Euro aus dem Just Transition Fund für die Regionen Lausitz und Uckermark bereit. Der Fonds wurde als neues Instrument geschaffen, um Regionen zu unterstützen, die vom Übergang zur Klimaneutralität besonders betroffen sind. Zusammen mit den EFRE-Mitteln stehen in Brandenburg rund 1,6 Milliarden Euro zur Verfügung.
KMU-innovativ
Mit KMU-innovativ fördert das BMFTR industrielle Forschung und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben der Spitzenforschung in kleinen und mittleren Unternehmen. Das Dachprogramm gliedert sich in mehrere Technologiefelder mit jeweils eigener Förderrichtlinie, etwa Medizintechnik, IKT, Materialforschung, Bioökonomie, Ressourcen und Kreislaufwirtschaft oder Zukunft der Wertschöpfung. Projektskizzen können in den meisten Feldern jederzeit eingereicht werden, bewertet wird jeweils zu den Stichtagen 15. April und 15. Oktober. Das Verfahren ist zweistufig: erst Projektskizze, bei positiver Bewertung dann foermlicher Förderantrag.
KMU-innovativ: Biomedizin
Gefördert werden risikoreiche FuE-Vorhaben kleiner und mittlerer Unternehmen im Themenfeld Biomedizin. Die zweite Änderung der Richtlinie wurde im Bundesanzeiger vom 3. April 2025 veröffentlicht, die Laufzeit reicht bis zum 15. April 2027. Das Verfahren ist zweistufig mit vorgeschalteter Projektskizze.
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