Förderprogramme für Export
Alle Zuschüsse, Kredite und Prämien rund um Export. Von der KfW über Landesbanken bis zu kommunalen Töpfen.
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DEG UkraineConnect
UkraineConnect finanziert Investitionen deutscher und europäischer Mittelstaendler in der Ukraine. Die DEG vergibt Darlehen bis fuenf Millionen Euro zu attraktiven Konditionen, abgesichert durch Garantien des Bundes. Das Angebot richtet sich an Unternehmen, die trotz des Kriegsumfelds in der Ukraine investieren oder ihr Engagement dort ausbauen wollen.
DEG ImpactConnect (vormals AfricaConnect)
ImpactConnect finanziert Investitionsvorhaben von Tochtergesellschaften deutscher und europäischer Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Das Programm ist 2019 als AfricaConnect für Afrika gestartet und wurde 2024 und 2025 weltweit ausgeweitet. Darlehen liegen zwischen 0,5 und 10 Millionen Euro bei Laufzeiten von drei bis sieben Jahren, möglich in Euro, US-Dollar und Lokalwaehrung, in der Regel ohne dingliche Besicherung. Bei Greenfield-Vorhaben werden 30 bis 50 Prozent Eigenkapital eines erfahrenen Investors erwartet, bei bestehenden Tochtergesellschaften mindestens 20 Prozent nach Finanzierung. Startups ohne belastbares Geschäftsmodell, Umschuldungen und Dividendenausschuettungen sind ausgeschlossen.
develoPPP
develoPPP fördert privatwirtschaftliche Vorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern, die zugleich unternehmerisch tragfähig und entwicklungspolitisch wirksam sind. Typische Themen sind Berufsausbildung, nachhaltige Lieferketten, Landwirtschaft und Klimaschutz. In der Variante classic werden Unternehmen jeder Größe mit bis zu zwei Millionen Euro unterstützt, wobei der öffentliche Anteil höchstens 50 Prozent beträgt. Die Variante ventures richtet sich an junge Unternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen und stellt 100.000 Euro als Wachstumsinvestition im Matching-Funds-Modell bereit. Die Auswahl erfolgt über einen Ideenwettbewerb.
Agrarexportförderprogramm des Bundes
Das Agrarexportförderprogramm unterstützt die deutsche Agrar- und Ernaehrungswirtschaft bei der Erschließung von Auslandsmaerkten. Bausteine sind Gemeinschaftsstände auf Auslandsmessen unter der Dachmarke made in Germany, Unternehmerreisen, Marktstudien sowie Kompetenzstellen an den Auslandshandelskammern. Zuwendungsempfänger sind in der Regel nichtstaatliche überregionale Organisationen der Branche wie Dach- und Fachverbände, Exportförderorganisationen sowie IHKs und AHKs. Einzelunternehmen können an den geförderten Maßnahmen teilnehmen, sind aber meist nicht selbst antragsberechtigt. Organisatorische Abwicklung über die BLE in Bonn.
iMOVE Bildungsexport (Training Made in Germany)
iMOVE ist die Exportinitiative für die deutsche Aus- und Weiterbildungswirtschaft und ein Arbeitsbereich des Bundesinstituts für Berufsbildung. Deutsche Bildungsanbieter, vor allem KMU, erhalten Unterstützung bei der Erschließung internationaler Maerkte unter der Marke Training Made in Germany. Dazu gehoeren internationales Bildungsmarketing, Marktinformationen, Kontaktanbahnung zu Kunden und Partnern sowie der Zugang zu Regierungs- und Wirtschaftskontakten weltweit. Anbieter können sich in die iMOVE-Anbieterdatenbank aufnehmen lassen. Eine Geldförderung wird nicht ausgezahlt.
Partnering in Business with Germany (früher Managerfortbildungsprogramm)
Das Programm bringt Fach- und Führungskräfte mittelständischer Unternehmen aus derzeit 22 Partnerländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa mit deutschen Unternehmen zusammen. Die auslaendischen Teilnehmenden durchlaufen eine mehrwoechige Online-Phase und einen Praxisaufenthalt in Deutschland, deutsche Unternehmen treffen sie auf Kooperationsboersen und in B2B-Gespraechen. Für deutsche Unternehmen ist das ein Weg zu vorbereiteten Geschäftspartnern in neuen Absatzmaerkten. Jährlich nehmen rund 2.400 deutsche Unternehmen teil. Träger ist das Bundeswirtschaftsministerium, umgesetzt wird das Programm von der GIZ.
Exportinitiative Zivile Sicherheitstechnologien und -dienstleistungen
Die Exportinitiative unterstützt Unternehmen der zivilen Sicherheitswirtschaft bei der Erschließung von Auslandsmaerkten. Zum Angebot gehoeren Informationsveranstaltungen in Deutschland zu ausgewählten Ländern, Markterkundungs- und Geschäftsanbahnungsreisen, Informationsreisen auslaendischer Entscheider nach Deutschland sowie Messepraesentationen in Zielmaerkten. Zielgruppe sind vor allem kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz in Deutschland.
Exportinitiative Umwelttechnologie
Die Exportinitiative Umwelttechnologie unterstützt deutsche Anbieter umwelttechnologischer Produkte und Dienstleistungen bei der internationalen Markterschließung. Sie ist eine der Exportinitiativen des Bundes und ergänzt die Exportinitiative Umweltschutz des Umweltministeriums. Angeboten werden vor allem Informations- und Anbahnungsformate im Ausland. Konkrete Förderbeträge werden nicht ausgewiesen.
Exportinitiative Gesundheitswirtschaft
Die Exportinitiative Gesundheitswirtschaft unterstützt deutsche Anbieter von Gesundheitsprodukten und -dienstleistungen bei der Erschließung neuer Absatzmaerkte. Schwerpunkte sind Pharma, Medizintechnik, medizinische Biotechnologie und digitale Gesundheit. Zum Angebot gehoeren Geschäftsanbahnungsreisen in Zusammenarbeit mit dem Markterschließungsprogramm, branchenspezifische Messebeteiligungen, Webinare und ein Unternehmensverzeichnis. Besonders angesprochen sind kleine und mittlere Unternehmen.
Exportinitiative Energie
Die Exportinitiative Energie unterstützt Anbieter klimafreundlicher Energielösungen bei der Erschließung von Auslandsmaerkten. Zielgruppe sind vor allem kleine und mittlere Unternehmen aus den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz, intelligente Netze und Speichertechnologien. Angeboten werden Geschäftsanbahnungsreisen, Informations- und Markterkundungsreisen, Informationsveranstaltungen sowie Beratung zu Export- und Projektfinanzierung. Die Maßnahmen werden über die Plattform German Energy Solutions und die Auslandshandelskammern abgewickelt.
Exportinitiative Umweltschutz (EXI)
Die Exportinitiative Umweltschutz fördert Projekte, die grüne und nachhaltige Umweltinfrastruktur aus Deutschland in internationale Maerkte bringen. Themenschwerpunkte im aktuellen Aufruf sind Kreislauf- und Recyclingwirtschaft, Wasser- und Abwasserwirtschaft, nachhaltiger Konsum sowie Wasserstoff-Minigrids. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Schwerpunkt KMU, Vereine und Verbände sowie Hochschulen und ausseruniversitaere Forschungseinrichtungen mit Sitz in Deutschland. Grundlage ist die Förderrichtlinie vom 2. Mai 2024, das Verfahren beginnt mit einer Projektskizze bei der ZUG.
ERP-Exportfinanzierungsprogramm (CIRR-Refinanzierung)
Das Programm refinanziert Banken zu festen CIRR-Zinssaetzen aus dem ERP-Sondervermögen, damit deutsche Exporte von Investitionsguetern und Dienstleistungen in Schwellen- und Entwicklungsländer finanziert werden können. Antragsberechtigt sind Kreditinstitute, die auch für Finanzkreditdeckungen des Bundes antragsberechtigt sind, nicht das exportierende Unternehmen selbst. Gefördert werden Exporte kleiner und mittlerer Unternehmen sowie größerer Mittelstaendler mit Gruppenumsatz bis 500 Millionen Euro in Länder der OECD-DAC-Liste. Der Kreditbetrag ist auf den nach OECD-Konsensus zulässigen Anteil begrenzt, in der Regel 85 Prozent des deckungsfähigen Auftragswerts, mit einer Regelobergrenze von 150 Millionen Euro. Stand des Merkblatts ist Januar 2026.
UFK-Garantien (Bundesgarantien für ungebundene Finanzkredite)
UFK-Garantien sichern Kredite deutscher Banken an auslaendische Projekte gegen wirtschaftliche und politische Risiken ab. Sie sind Teil der Rohstoffstrategie des Bundes und sollen die Versorgung Deutschlands mit Rohstoffen und Energie sichern, klassisch bei Projekten für Eisenerz, Kupfer, Nickel oder Erdoel. Der Deckungsnehmer trägt einen Selbstbehalt von in der Regel zehn Prozent, gedeckt sind also rund 90 Prozent des Schadens. Antragsberechtigt sind deutsche Kreditinstitute, Niederlassungen auslaendischer Banken in Deutschland sowie unter Bedingungen auslaendische Banken. Entschieden wird im Interministeriellen Ausschuss.
Investitionsgarantien des Bundes für Direktinvestitionen im Ausland
Der Bund sichert deutsche Direktinvestitionen im Ausland gegen politische Risiken ab, etwa Enteignung, Krieg, Zahlungsverbote oder Konvertierungsbeschränkungen. Das Instrument richtet sich ausdrücklich auch an den Mittelstand und soll den Zugang zu risikoreichen Maerkten ermöglichen. Zusätzlich zur reinen Absicherung gehoert ein aktives Krisenmanagement zum Angebot. Anträge laufen über die PricewaterhouseCoopers GmbH in Hamburg oder das DIA-Portal, entschieden wird im Interministeriellen Ausschuss.
Ausfuhr-Pauschal-Gewährleistung (APG)
Die Ausfuhr-Pauschal-Gewährleistung ist die Sammeldeckung des Bundes für Exporteure mit wiederkehrenden Lieferungen an mehrere Besteller in verschiedenen Ländern. Sie deckt kurzfristige Zahlungsziele bis zwölf Monate ab. Voraussetzung ist ein deckungsfähiger Jahresexportumsatz von mindestens 500.000 Euro. Für kleinere Umsätze und Zahlungsziele bis vier Monate gibt es die vereinfachte Variante APG-light.
Exportkreditgarantien des Bundes (Hermesdeckungen)
Mit den Exportkreditgarantien sichert der Bund deutsche Exporteure und finanzierende Banken gegen wirtschaftliche und politische Forderungsausfaelle im Auslandsgeschäft ab. Zur Produktfamilie gehoeren Lieferantenkreditdeckungen für kurz-, mittel- und langfristige Zahlungsziele, Fabrikationsrisikodeckungen, Leasing- und Leistungsdeckungen sowie Sammeldeckungen wie die Ausfuhr-Pauschal-Gewährleistung. Für standardisierte Geschäfte gibt es den Online-Abschluss click and cover EXPORT. Deckungsquoten und Entgelte werden je nach Geschäftsart und Länderrisiko individuell festgelegt.
Auslandsmesseprogramm des Bundes (German Pavilion)
Der Bund organisiert Firmengemeinschaftspraesentationen deutscher Unternehmen auf internationalen Messen im Ausland unter der Dachmarke made in Germany. Die Förderung kommt indirekt an, da der Bund einen Teil der Kosten für Standfläche, Standbau und Betreuung trägt. Direkte Zahlungen an Aussteller gibt es nicht, die Unternehmen zahlen einen reduzierten Beteiligungspreis. Ausstellungsgueter müssen in Deutschland, von deutschen Niederlassungen im Ausland oder in deutscher Lizenz hergestellt sein. Anmeldung und Messeuebersicht laufen über das Portal german-pavilion.com.
Markterschließungsprogramm für KMU (MEP)
Das Markterschließungsprogramm oeffnet kleinen und mittleren Unternehmen mit Sitz in Deutschland den Zugang zu Auslandsmaerkten. Angeboten werden Geschäftsanbahnungsreisen, digitale Geschäftsanbahnungen, Markterkundungsreisen, Leistungsschauen, Informationsveranstaltungen, Webinare, Sourcing Tours sowie Einkaeufer- und Informationsreisen auslaendischer Entscheider nach Deutschland. Es gibt keine Geldzahlung an das Unternehmen, sondern eine organisierte Maßnahme gegen einen gestaffelten Eigenbeitrag. Die Staffelung richtet sich nach Umsatz und Mitarbeiterzahl, Webinare und UN-Einkaeuferreisen sind kostenfrei. Branchen mit eigener Exportinitiative sind ausgenommen.
Beratungen für den Mittelstand Baden-Württemberg
Baden-Württemberg fördert konzeptionelle Beratung bestehender Unternehmen in wirtschaftlichen, finanziellen, technischen und organisatorischen Problemfeldern. Für Industrie-, Handels- und Dienstleistungsbetriebe werden Kurzberatungen von bis zu zwei Tagewerken bezuschusst. Handwerksbetriebe erhalten bis zu vier Tagewerke überwiegend kostenfreie Beratung durch Kammer- und Innungsberater. Auch Sonderthemen wie Unternehmensnachfolge und Außenwirtschaft sind abgedeckt. Die Abwicklung läuft über die jeweiligen Branchenorganisationen, für die Industrie über das RKW, für den Handel über die Handelsverbände und für das Handwerk über die Handwerkskammern.
Beratungsgutscheine Afrika
Kleine und mittlere Unternehmen erhalten 85 Prozent Zuschuss zu externen Beratungsleistungen für Vorhaben in afrikanischen Zielmärkten, etwa Marktanalysen, Rechtsfragen, Business-Case-Rechnungen und Finanzierungsfragen. Der Eigenanteil beträgt 15 Prozent. Je Beratertag gelten gestaffelte Höchstsätze von 864, 1.080 oder 1.296 Euro netto je nach Beratungsthema. Pro Jahr sind bis zu drei Gutscheine à 15 Beratertage und damit maximal 49.572 Euro Förderung möglich.
Messeprogramm Young Innovators (junge innovative Unternehmen)
Junge innovative Unternehmen erhalten einen Zuschuss zu Standmiete und Standbau, wenn sie auf dem Bundesgemeinschaftsstand einer ausgewählten internationalen Leitmesse in Deutschland ausstellen. Bei den ersten beiden Beteiligungen werden 60 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen, ab der dritten Beteiligung 50 Prozent. Die Förderung ist auf 7.500 Euro pro Aussteller und Messe begrenzt. Das Unternehmen muss juenger als zehn Jahre sein, weniger als 50 Mitarbeiter haben und höchstens zehn Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme erreichen.
Startup Welcome Package NRW
Zuschuss von bis zu 10.000 Euro für auslaendische Start-ups, die sich in Nordrhein-Westfalen ansiedeln wollen. Gefördert werden Arbeitsplätze in Co-Working-Spaces in NRW sowie Beratungs- und Fremdleistungen. Antragsberechtigt sind KMU, die nicht aelter als zehn Jahre sind und bisher keine Betriebsstätte oder Tochtergesellschaft in Deutschland haben. Der Antrag ist spätestens zwei Monate vor Vorhabensbeginn elektronisch bei der NRW.Global Business GmbH einzureichen.
Bayerisches Messebeteiligungsprogramm
Bayern bietet jährlich rund 50 Gemeinschaftsbeteiligungen auf Messen im Ausland an. Bayerische Unternehmen praesentieren sich unter dem gemeinsamen Dach Bavarian Pavilion und zahlen dank Förderung durch das Wirtschaftsministerium nur einen reduzierten Teilnehmerbeitrag für schlüsselfertige Standpakete. Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen sowie Angehoerige der Freien Berufe mit Sitz in Bayern. Für die Förderung muss die Messe im jährlich erstellten Messebeteiligungsprogramm enthalten sein. Ergänzend gibt es Gemeinschaftsstände für das Handwerk über die Handwerkskammern und Bayern-Handwerk-International sowie Beteiligungen von Bayern Innovativ auf Hightech-Messen in Deutschland.
Erasmus für Jungunternehmer (Erasmus for Young Entrepreneurs)
Erasmus für Jungunternehmer vermittelt angehende und junge Unternehmerinnen und Unternehmer für einen Arbeitsaufenthalt zu einem erfahrenen Unternehmer in einem anderen teilnehmenden Land. Der neue Unternehmer erwirbt dabei die Fähigkeiten zum Führen eines kleinen Unternehmens. Für die Teilnahme fallen keine Gebühren an, die Aufenthaltskosten werden bezuschusst.
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