Förderprogramme für Forschung in Hessen
Diese Programme fördern Forschung und sind in Hessen beantragbar. Bundesweite Programme sind mit drin.
234 Programme gefunden
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Hans-Boeckler-Stiftung Studienförderung
Die Hans-Boeckler-Stiftung ist das Begabtenförderungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes und eines der dreizehn vom Bund geförderten Werke. Sie fördert gezielt Studierende und Promovierende aus Familien ohne akademische Tradition, Berufserfahrene und gewerkschaftlich Engagierte. Neben dem einkommensabhängigen Grundstipendium und der Studienkostenpauschale gibt es eigene Förderlinien für Menschen mit Berufsausbildung, die ohne Abitur studieren. Die ideelle Förderung umfasst Seminare, Beratung und ein großes Alumni-Netzwerk.
Hanns-Seidel-Stiftung Begabtenförderung
Die Hanns-Seidel-Stiftung ist eines der dreizehn vom Bund geförderten Begabtenförderungswerke und steht der christlich-sozialen Wertetradition nahe. Sie fördert Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen und Hochschulen in Deutschland mit einem einkommensabhängigen Grundstipendium, einer Studienkostenpauschale und einem breiten Seminarprogramm. Ein Schwerpunkt liegt auf politischer Bildung und internationalem Austausch. Bewerbungen laufen direkt bei der Stiftung in München.
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Studienförderung
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ist eines der dreizehn vom Bund geförderten Begabtenförderungswerke und steht der liberalen Wertetradition nahe. Sie fördert Studierende und Promovierende, die Eigenverantwortung und bürgerschaftliches Engagement zeigen. Die Förderung besteht aus einem einkommensabhängigen Grundstipendium nach BAföG-Systematik, einer Studienkostenpauschale und einem Seminar- und Netzwerkprogramm zur liberalen politischen Bildung. Die Bewerbung läuft direkt über die Stiftung.
Friedrich-Ebert-Stiftung Studienförderung
Die Friedrich-Ebert-Stiftung gehoert zu den dreizehn vom Bund geförderten Begabtenförderungswerken und steht der sozialdemokratischen Wertetradition nahe. Sie fördert Studierende und Promovierende, die sich für soziale Gerechtigkeit engagieren, und legt einen Schwerpunkt auf Bildungsaufsteigerinnen und Bildungsaufsteiger sowie Studierende mit Migrationsgeschichte. Neben dem einkommensabhängigen Grundstipendium und der Studienkostenpauschale gehoert ein umfangreiches Seminarprogramm zur ideellen Förderung. Bewerbungen erfolgen direkt bei der Stiftung.
Konrad-Adenauer-Stiftung Begabtenförderung
Die Konrad-Adenauer-Stiftung ist eines der dreizehn vom Bund geförderten Begabtenförderungswerke und steht der christlich-demokratischen Wertetradition nahe. Gefördert werden Studierende und Promovierende, die neben sehr guten Leistungen gesellschaftliches Engagement und Interesse an politischer Bildung mitbringen. Zur Förderung gehoeren ein einkommensabhängiges Grundstipendium nach BAföG-Systematik, eine Studienkostenpauschale sowie ein umfangreiches Seminar- und Netzwerkprogramm. Bewerbungen laufen direkt bei der Stiftung.
Studienstiftung des deutschen Volkes
Die Studienstiftung des deutschen Volkes ist das größte und aelteste der dreizehn vom Bund geförderten Begabtenförderungswerke und fördert ohne politische oder konfessionelle Bindung. Neben der finanziellen Unterstützung für Studierende und Promovierende gehoert eine ideelle Förderung mit Akademien, Sommerschulen, Mentoring und Auslandsstipendien dazu. Die Buechergeldpauschale erhalten alle Geförderten, das Grundstipendium ist einkommensabhängig und orientiert sich an den BAföG-Regeln. Der Zugang läuft über Vorschlag der Schule oder Hochschule sowie über Selbstbewerbung nach Testverfahren.
HessenFonds Innovationskredit
Darlehen für innovative oder schnell wachsende Unternehmen und Gründer in Hessen. Finanziert werden materielle und immaterielle Investitionen, Betriebsmittel, Digitalisierungsvorhaben und Betriebsübernahmen bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Kreditbetrag liegt zwischen 100.000 Euro und 10 Mio. Euro, der Zinssatz ist für die gesamte Laufzeit fest und wird um einen Basisabschlag von 1,00 Prozent pro Jahr sowie mögliche Bonusabschlaege verbilligt. Die Hausbank erhält eine Haftungsfreistellung von 70 Prozent. Mindestens ein definiertes Innovationskriterium muss erfuellt sein, der Antrag läuft über die Hausbank.
GO-Bio next
GO-Bio next fördert die Entwicklung innovativer Forschungs- und Entwicklungsansaetze in den Lebenswissenschaften mit Kommerzialisierungspotenzial. In Phase 1 werden gründungsorientierte Forschungsteams an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen gefördert, in Phase 2 kleine technologieorientierte Unternehmen, die idealerweise aus Phase 1 hervorgegangen sind und eine privatwirtschaftliche Kofinanzierung durch Investoren nachweisen. Jede Phase dauert maximal drei Jahre, insgesamt sind bis zu sechs Jahre möglich. Die Förderbeträge werden individuell anhand der Projektinhalte kalkuliert, Pauschalsummen gibt es nicht. Agrar-, Lebensmittel- und Ernaehrungsforschung sind ausgeschlossen.
GO-Bio initial
GO-Bio initial fördert die Identifizierung und Entwicklung lebenswissenschaftlicher Forschungsansaetze in einer sehr frühen Phase mit erkennbarem Innovationspotenzial. In der Sondierungsphase werden bis zu 12 Monate und bis zu 100.000 Euro je Einzelvorhaben gefördert, um Verwertungskonzepte zu schaerfen und Marktanalysen durchzuführen. In der anschließenden Machbarkeitsphase sind bis zu 24 Monate und bis zu 500.000 Euro bei Einzelvorhaben beziehungsweise 1.000.000 Euro bei Verbundvorhaben möglich, Ziel ist der Proof of Principle. Schwerpunkte sind Therapeutika, Diagnostika, Plattformtechnologien und Forschungswerkzeuge, bioeokonomische Ideen sind ausgeschlossen.
High-Tech Gründerfonds (HTGF)
Der High-Tech Gründerfonds ist eine Multi-Stage-Venture-Capital-Plattform für technologieorientierte Gründungen mit einem Fondsvolumen von mehr als 3 Milliarden Euro. Das Erstinvestment liegt im Schwerpunkt bei 800.000 Euro und mehr in der Pre-Seed- und Seed-Phase, über Folgerunden können bis zu 30 Millionen Euro pro Portfoliounternehmen bereitgestellt werden. Investiert wird in Digital Tech, Industrial, Climate und Deep Tech sowie Life Sciences und Chemie. Bewerben können sich Unternehmen, die höchstens drei Jahre alt sind und ihren Sitz oder eine Betriebsstätte in Deutschland haben.
exist Modellprojekte (früher EXIST-Potentiale)
Die exist Modellprojekte fördern wissenschaftsbasierte Gründungen über spezialisierte Programme, die neue Zielgruppen und Themenfelder erschließen. Adressiert werden unter anderem KI-Startups in Schwerpunktregionen, internationale und zugewanderte Gründerinnen und Gründer, Gründungstalente aus Afrika, Wissenschaftlerinnen und Studentinnen sowie Startups mit Nachhaltigkeitstechnologien. Zu den aktuellen Modellprojekten zählen The Migrant Accelerator, Startup Labor Schwedt, Chemstars, StArfrica, WES+ sowie die KI-Modellprojekte K.I.E.Z., AI Startup Rising und AI + Munich. Förderhöhen und Fristen werden nicht zentral, sondern über die einzelnen Modellprojekte veröffentlicht.
exist Gründungsstipendium (früher EXIST-Gründerstipendium)
Stipendium für Studierende, Absolventinnen, Absolventen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hochschulen und ausseruniversitaeren Forschungseinrichtungen, die ein innovatives Gründungsvorhaben verfolgen. Die monatlichen Saetze betragen 3.000 Euro für Promovierte, 2.500 Euro für Hochschulabsolventen, 2.000 Euro bei abgeschlossener Berufsausbildung und 1.000 Euro für Studierende, dazu 150 Euro pro Kind und Monat. Hinzu kommen Sachausgaben von 30.000 Euro für Teams beziehungsweise bis zu 10.000 Euro für Einzelgründer sowie 5.000 Euro Coachingbudget. Gefördert wird 12 Monate, das Team umfasst höchstens drei Personen, davon mindestens eine mit Hochschulabschluss. Der Antrag wird über die Hochschule oder Forschungseinrichtung gestellt.
Distr@l Hessen
Distr@l fördert digitale Anwendungsprojekte aus Forschung und Entwicklung mit hohem Innovationsgrad. Das Programm ist ausdrücklich themenoffen und legt den Fokus auf Vorhaben, die den Stand der digitalen Technik signifikant erhöhen. Adressiert werden Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen in Hessen. Ein gefördertes Beispiel ist ein KI-Projekt der Frankfurter videoreality GmbH, das mit 154.000 Euro aus Distr@l unterstützt wurde.
LOEWE-Förderlinie 3 Hessen
Mit der Förderlinie 3 des Forschungsförderungsprogramms LOEWE bezuschusst das Land Hessen die gemeinsame Entwicklung von Innovationen zwischen Hochschulen und Unternehmen. Ziel ist der Wissens- und Technologietransfer aus der hessischen Wissenschaft in die Wirtschaft. Gefördert werden Verbundvorhaben, bei denen Unternehmen mit hessischen Hochschulen oder Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten.
EUREKA - Europäische Cluster und Network Projects
EUREKA ist eine europäische Forschungsinitiative, die Industrie und Wissenschaft einen Rahmen für grenzueberschreitende marktnahe Forschungskooperationen bietet. Das Programm ist themenoffen, eingereicht werden können Projekte aus allen Technologiebereichen von der Materialforschung über die Biotechnologie bis zur Informations- und Kommunikationstechnologie. Die deutsche Richtlinie zur Förderung von Projekten im Rahmen der europäischen EUREKA-Cluster wurde zuletzt am 1. Dezember 2025 geaendert und läuft bis zum 30. Juni 2027. Daneben gibt es thematische Aufrufe wie den EUREKA Biotech-Call for Network Projects mit Frist 25. September 2026.
Eurostars 3
Eurostars ist ein gemeinsames Förderprogramm von EUREKA und der Europäischen Kommission für forschende KMU und ihre Partner in europäischen FuE-Kooperationen. Es richtet sich vor allem an forschungsintensive KMU, die mindestens 10 Prozent ihres Umsatzes oder ihres Personals in Forschung und Entwicklung einsetzen. Voraussetzung sind Partner aus mindestens zwei Teilnehmerländern, Konsortialführer ist ein forschungstreibendes KMU. Die maximale Projektlaufzeit beträgt drei Jahre, die Ergebnisse sollen spätestens zwei Jahre nach Projektende auf den Markt kommen. Pro Jahr gibt es zwei Stichtage, der Call 11 endet am 10. September 2026. Die deutsche Förderrichtlinie läuft bis zum 30. Juni 2027.
EIC Transition
EIC Transition fördert die Validierung und Demonstration einer Technologie in einer anwendungsrelevanten Umgebung, beginnend bei TRL 4 mit dem Ziel TRL 5 oder 6, sowie den Aufbau der Geschäfts- und Marktreife. Die Zuschüsse betragen bis zu 2,5 Mio. Euro und sind nicht verwaessernd, es wird also keine Beteiligung abgegeben. Für laufende Projekte gibt es zusätzliche Booster Grants von höchstens 50.000 Euro. Das Gesamtbudget für EIC Transition beträgt 2026 rund 100 Mio. Euro.
EIC Pathfinder
Der EIC Pathfinder fördert die frühe Entwicklung von Zukunftstechnologien auf niedrigem Reifegrad, also TRL 1 bis 4, bis hin zum Proof of Concept. Die Zuschüsse betragen bis zu 4 Mio. Euro, in gut begründeten Faellen auch mehr. Ergänzend gibt es Booster Grants von höchstens 50.000 Euro, um das Kommerzialisierungspotenzial der Forschungsergebnisse zu testen. Das Budget 2026 beträgt 96 Mio. Euro für die Pathfinder Challenges und 166 Mio. Euro für Pathfinder Open. Anträge laufen über das Funding and Tenders Portal.
EIC Accelerator
Der EIC Accelerator richtet sich an einzelne Start-ups und KMU sowie an kleine Mid-Caps mit bis zu 499 Beschäftigten, die eine risikoreiche Innovation zur Marktreife bringen wollen. Die Zuschusskomponente liegt unter 2,5 Mio. Euro als Pauschalbetrag für Innovationstätigkeiten auf TRL 6 bis 8, die innerhalb von 24 Monaten abzuschließen sind. Zusätzlich sind Eigenkapitalinvestitionen von 1 bis 10 Mio. Euro möglich, im Rahmen von STEP ScaleUp auch mehr. Das Budget 2026 beträgt 220 Mio. Euro für die Challenges und 414 Mio. Euro für den offenen Teil. Die Kurzanträge können laufend eingereicht werden, für Vollanträge gibt es 2026 feste Stichtage.
Horizont Europa
Horizont Europa ist das Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation mit der Laufzeit 2021 bis 2027. Es fördert Verbundprojekte, Einzelförderungen und Innovationsvorhaben über die drei Säulen Exzellente Wissenschaft, Globale Herausforderungen und industrielle Wettbewerbsfähigkeit sowie Innovatives Europa. Deutsche Antragstellende werden durch die nationalen Kontaktstellen beraten, die über das Portal horizont-europa.de erreichbar sind. Ausschreibungen und Fristen werden über das Funding and Tenders Portal der EU veröffentlicht.
EXIST Women
EXIST Women begleitet gründungsinteressierte Frauen aus Hochschulen bis zu zehn Monate lang mit Qualifizierungs- und Vernetzungsangeboten. Ein Teil der Teilnehmerinnen kann zusätzlich ein bis zu dreimonatiges Stipendium erhalten, die Kriterien dafuer legen die Hochschulen fest. Die monatliche Stipendienhöhe haengt vom Status ab: 1.000 Euro für Studentinnen, 2.000 Euro mit abgeschlossener Berufsausbildung, 2.500 Euro für Absolventinnen und 3.000 Euro für Promovierte. Je Kind kommen 150 Euro Kinderzuschlag pro Stipendienmonat hinzu. Das Programm wird durch den ESF Plus kofinanziert.
EXIST-Gründungsstipendium
Das EXIST-Gründungsstipendium unterstützt Teams zwölf Monate lang dabei, eine wissenschaftliche Idee in ein tragfähiges Geschäftsmodell und eine Gründung zu überführen. Neben dem Stipendium für die Teammitglieder gibt es Sachmittel, bei Einzelgründungen bis zu 10.000 Euro. Das Programm wird vom BMWE getragen und durch den Europäischen Sozialfonds kofinanziert. Anträge laufen über die betreuende Hochschule oder Forschungseinrichtung.
EXIST-Forschungstransfer
EXIST-Forschungstransfer unterstützt forschungsintensive Gründungsvorhaben aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in zwei Phasen. In Förderphase I werden Gehaelter für bis zu vier Vollzeitaequivalente im Projektteam finanziert, davon in der Regel bis zu drei wissenschaftliche und ein betriebswirtschaftliches Vollzeitaequivalent, dazu Sachausgaben von in der Regel bis zu 250.000 Euro. Die Förderdauer beträgt in der Regel bis zu 18 Monate, bei besonders anspruchsvollen Entwicklungsvorhaben bis zu 36 Monate. In Förderphase II können junge technologieorientierte Unternehmen bis zu 180.000 Euro erhalten, bei maximal förderfähigen Gesamtkosten von 240.000 Euro und einer Förderquote von bis zu 75 Prozent. Das Programm wird durch den Europäischen Sozialfonds kofinanziert.
ERP-Förderkredit Innovation (KfW 513, 514)
Der ERP-Förderkredit Innovation finanziert Innovationsvorhaben des Mittelstands in drei Stufen: Basisinnovationen, LevelUp-Innovationen und HighEnd-Innovationen mit KI-Bezug. Gefördert werden nicht nur Investitionen, sondern auch laufende Kosten wie Personal. Der Kreditbetrag beträgt maximal 7,5 Mio. Euro in Stufe 1 und bis zu 25 Mio. Euro in den Stufen 2 und 3, die Laufzeit liegt zwischen zwei und zehn Jahren. In den Stufen 2 und 3 gibt es zusätzlich einen Förderzuschuss von bis zu 5 Prozent des Kreditbetrags. Ein Mindestkreditbetrag besteht nicht, der Antrag läuft über einen Finanzierungspartner, nicht direkt bei der KfW.
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